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Runen Symbole des Schicksals
Auf Island wurde im Jahre 1626 ein Mann mit dem Feuertod bestraft, weil man unter seinen Schriften ein Runenzeichen fand. Fest steht, daß die Kirche diesen Mann nicht wegen der Schrift bestrafen wollte, sondern aufgrund der Bedeutung der Symbole als magische Zeichen und somit Ketzer- und Heidentum. Die gemein geläufige Übersetzung des Wortes “Rune” lautet “Geheimnis”. Eine Weiterführung in unseren Wortschatz könnte das Wort “Raunen” sein, das eine Form des geteilten fast lautlosen und doch hörbaren Erstaunens oder Verwunderung ausdrückt. Man geht davon aus, daß Runen in ihrer ursprünglichen Entstehung nur als Schutz- und Heilzeichen verwendet wurden, von denen einige sich später zum Futhark gebildet haben, vermutlich aus Beziehungen mit griechischen und römischen Händlern und Armeen. Jede Rune hat, ähnlich wie ägyptische Hieroglyphen, einen Lautwert, einen Namen und eine symbolische Bedeutung. Letztere spielt bei dem Runenorakel eine wichtige Rolle. Man nahm die Runen (üblicherweise in Holz geritzt, seltener geschnitzt) und warf sie auf den Boden. Jetzt blickte man zum Himmel und griff 3 Runen aus dem Haufen. Anhand Ihrer Bedeutung konnte man jetzt das Schicksal bestimmen. Naudis steht für Not und kann je nach Bedeutung der anderen zwei Runen z.B. eine kommende Bedrohung durch Krankheit bedeuten. In solch negativen Fällen belässt man es bei dem einen Schicksalsgriff. Bei einer positiven Deutung konnte es schon vorkommen, daß die ein oder andere Frage mit einem zweiten Orakel beantwortet werden sollte. Jeder Rune ist mit einer Fylgia, einer Art Krafttier, verbunden. Beim Aktivieren der Kraft einer Rune kann zusätzlich um Unterstützung durch diese Fylgia gebeten werden.

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